Vortragsdetails

openucf: Unified Communications mit Opensource als Framework-Ansatz

von Sebastian Fritsch (Tele-Consulting GmbH)

Thursday, 10.06.2010, Berlin I, 16:00-16:30 Uhr

Zielpublikum: Der Vortrag richtet sich an Personen, die sich über Möglichkeiten zur Integration von Kommunikation (Telefonie, Chat, Mail, etc.) informieren möchten. Im zweiten Teil des Vortrags soll das Konzept hinter der Software openucf und damit das eigentliche Framework genauer vorgestellt werden. An kleinen Programmierbeispielen soll möglichen Entwicklern gezeigt werden, wie leicht sich neue Funktionen ergänzen lassen.

Unified Communications ist aktuell das Themenfeld in welchem sowohl Telekommunikations-Anbieter aber auch Software-Firmen versuchen Kunden von möglichen Vorteilen zu überzeugen. Dazu werden umfangreiche Lösungsansätze präsentiert, welche sich aber oft nur begrenzt in vorhandene Umgebungen einbinden lassen oder größere Änderungen an den Umgebungen benötigen. Im Rahmen des Vortrags soll eine Übersicht möglicher Funktionen von Unified Communications Lösungen dargestellt werden. Das Projekt openucf hat das Ziel als GPL Software Unified Communications zu realisieren, allerdings nicht als monolithische Lösung sondern als Framework. openucf steht daher für open-unified-communications-framework. Als Basis-Umfang beinhaltet die Software Telefonie (asterisk), Chat/Präsenz (jabberd2) und eine Web-Oberfläche sowie eine Schnittstelle für Web-Services (apache). Beide Web-Schnittstellen ermöglichen Benutzer- und Administrations-Zugriffe. Im Vortrag soll der Basis-Funktionsumfang sowie die Architektur von openucf vorgestellt werden. Der Begriff Framework in openucf bezieht sich auf verschiedenste Aspekte der Software. Das Web-Framework ermöglicht zügig neue Benutzer- und Administrations-Oberflächen zu entwickeln oder vorhandene anzupassen. Das Service-Framework ermöglicht integrierte Dienste zur Bereitstellung von Telefonie-Funktionen mit Koppelung z. B. zur Web-Oberfläche zu entwickeln. Für das Web- sowie für das Service-Framework sollen im Rahmen des Vortrags je ein Beispiel vorgeführt werden. Dabei soll gezeigt werden, wie beispielsweise leicht individuelle Anforderungen selbst realisiert und als Plugin eingebunden werden können. Zum Ende des Vortrags soll ein Ausblick über zukünftige Funktionen von openucf gegeben werden, dazu zählen: openucf als Verzeichnisdienst (LDAP), openucf als mobile Applikation (oder als App), Optimierung der Koppelung mehrerer openucf Instanzen in den Aspekten Telefonie und Präsenz/Chat.

Über den Autor Sebastian Fritsch:

Sebastian Fritsch ist Diplom-Informatiker und aktuell bei der Tele-Consulting GmbH als IT-Sicherheit- und Voice-over-IP-Berater beschäftigt. Seit 2006 beschäftigt sich Herr Fritsch mit dem Themenfeld Opensource VoIP und meist mit der Software Asterisk. Während seiner Tätigkeit als VoIP-Berater hat Herr Fritsch die Planung sowie Inbetriebnahme verschiedener Umgebungen betreut.
Nach intensiver Beschäftigung mit den Funktionen von kommerziellen Lösungen im Bereich der Unified Communications sowie einer Recherche im Opensource Bereich, ergab für Ihn, dass es aktuell kein entsprechendes Opensource Projekt gibt. Als Reaktion wurde ein zunächst firmen-internes Projekt in ein Opensource Projekt umgewidmet: openucf. Dies steht für open-unified-communications-framework, eine Lösung die alle formen von Kommunikation bündeln so: Telefonie, Chat, Mail, etc. Die Entwicklung mobiler Anwendungen, in Form von Apps, steht als nächster Schritt an.