Netzwerküberwachung mit Open Source-Tools
Das zweitägige Tutorium "Netzwerküberwachung mit Open Source-Tools" richtet sich an erfahrene Systemadministratoren, deren Aufgabe die Betreuung, Überwachung und Optimierung von komplexen Netzwerkumgebungen ist. Die Teilnehmer sollten bereits Erfahrungen mit der Installation von Programmen unter Linux haben und rudimentäre Grundkenntnisse des TCP/IP-Stacks mitbringen.
Im Laufe des Workshops wird der Aufbau eines Überwachungsservers auf Basis von Linux mit exemplarischen Diensten gezeigt und diskutiert werden. Dabei werden wir aber nicht nur die rein technischen Aspekte der Netzwerküberwachung beleuchten, sondern auch die Grundlagen der notwendigen organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen aufzeigen und berücksichtigen. Nach der Veranstaltung können die Teilnehmer die gewonnenen Erkenntnisse dann selbständig in die Praxis umsetzen.
Durch die wachsende Abhängigkeit unseres täglichen Lebens von einer funktionierenden IT-Landschaft und die gleichzeitig rapide zunehmende Komplexität der dazu benötigten Infrastrukturen gewinnen die Themen Netzwerkmanagement und Netzwerküberwachung immer mehr an Bedeutung. Zur Netzwerküberwachung existieren eine Reihe von komplexen und oft sehr teuren kommerziellen Werkzeugen. Dieser Workshop zeigt, wie man eine analoge Funktionalität mit spezialisierten, freien und quelloffenen Programmen erreichen kann.
Themen im Detail/Ablauf des Tutoriums:
- Organisatorische Fragen
- Möglichkeiten der Netzwerküberwachung
- Business Planing / Business Continuity / TCO
- Warum freie und quelloffene Software?
- Bedeutung der Netzwerküberwachung beim Risikomanagement (Basel II / Sarbanes-Oxley Act (SOX))
- Rechtliche Aspekte
- Informationsgewinnung
- Simple Network Management Protocol (SNMP)
- Qualitative Überwachung
- Multi Router Traffic Grapher (MRTG)
- Cacti und RRDTool
- Verfügbarkeitsüberwachung
- Nagios
- Proaktive Überwachung, Auswerten von Logdateien
- Fehlersuche in Netzwerken mit Wireshark
- Sicherheits-Monitoring
- Host- und Netzwerk-Scanning mit nmap
- Nessus und Open-Source-Alternativen
Die Inhalte werden im Vortragsstil vermittelt und durch praktische Übungen der Teilnehmer am eigenen Rechner vertieft.
Referenten
Christoph Wegener, CISA, CISM und CBP, ist promovierter Physiker und seit 1999 mit der wecon.it-consulting freiberuflich in den Themen IT-Sicherheit und Open Source / Linux unterwegs. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge, Fachgutachter für verschiedene Verlage und Mitglied in mehreren Programmkomitees. Seit Anfang 2005 ist er zudem am europäischen Kompetenzzentrum für Sicherheit in der Informationstechnik (eurobits) tätig. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3) e.V. und dort, sowie in der German Unix User Group (GUUG), Mitglied des Vorstands.
Wilhelm Dolle ist Senior Security Consultant bei der HiSolutions AG, einem Beratungshaus für Information Security und Risk Consulting, in Berlin und seit vielen Jahren im IT-Sicherheitsumfeld tätig. Er ist CISA, CISM, CISSP sowie vom BSI lizensierter ISO 27001 / Grundschutzauditor und hat bereits in früheren Positionen als Abteilungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens Erfahrungen in den Bereichen IT-Sicherheitsmanagement, Risiko- und Sicherheitsanalysen sowie Incident Management sammeln können. Wilhelm Dolle ist Autor zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften und hat Lehraufträge an einer Universität und an einer Berufsakademie inne.
Timo Altenfeld, Fachinformatiker für Systemintegration, ist Systemadministrator an der Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität Bochum. Seit Beginn seiner Ausbildung faszinieren ihn Open Source-Tools und Linux, die er bereits seit geraumer Zeit auch in der beruflichen Praxis zur Überwachung verschiedenster Systeme einsetzt. Mit dem Einsatz von Linux in diversen Umgebungen beschäftigt er sich seit dem Jahre 2003.
Robin Schröder, ebenfalls Fachinformatiker für Systemintegration, ist seit Anfang 2006 in der Verwaltung der Ruhr-Universität Bochum tätig. Er administriert dort zahlreiche UNIX-, Linux- und Windows-Systeme und überwacht deren Zustand mit verschiedenen Open Source-Tools. Mit Computern, Linux und Netzwerken beschäftigt er sich bereits seit dem Jahre 1995.
Hardware-Voraussetzungen
Die Teilnehmer müssen einen Rechner mit einer aktuellen Linux-Distribution mitbringen -- Benutzer anderer Betriebssysteme (*BSD oder MacOS-X) sollten sich vor der Veranstaltung über tutorials@linuxtag.org mit den Vortragenden in Verbindung setzen.
Datum und Anmeldung
Dieses zweitägige Tutorium findet am Mittwoch, dem 28. Mai, und Donnerstag, dem 29. Mai, jeweils von 10:00-18:00 statt.
Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 1.071 Euro inkl. MwSt.
Nutzen Sie bitte dieses Formular zur Anmeldung.
Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Herrn Grüttke, Messe Berlin, +49-30-3038-2326, oder per E-Mail an tutorials@linuxtag.org.
