Lizenzen der Beiträge
Die im Rahmen des Call for Papers eingereichten Beiträge müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, dass eine freie Lizenz für die Nutzung dieser Beiträge gewährt wird, da sich der LinuxTag als freie Informationsplattform versteht. Natürlich werden jedoch auch die verschiedenen Bedürfnisse der einreichenden Referenten respektiert. Daher stehen eine Reihe von unterschiedlichen Lizenzen für Beiträge zur Verfügung. Diese erfüllen alle folgenden Voraussetzungen:
Der LinuxTag benötigt das Recht, die auf dem Kongress vorgestellten Beiträge zu veröffentlichen, etwa in Druckform, aber auch in anderen Formaten (beispielsweise PDF, HTML, Plaintext, Audio- und Videoformate) für die Tagungsunterlagen, eine Übertragung oder Aufzeichnung der Beiträge. Ein einfaches Nutzungsrecht ist dazu ausreichend.
Der LinuxTag fördert den freien Informationsaustausch, indem sichergestellt wird, dass jedermann die Werke vervielfältigen und weitergeben darf. Die für den LinuxTag eingereichten Dokumente betreffen sehr verschiedene Bereiche. Allerdings haben die Autoren sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die Öffentlichkeit mit ihrem Werk umgehen können soll. Daher bietet der LinuxTag die Möglichkeit, dass die Autoren der Dokumente unter verschiedenen Lizenzen wählen. Die einzelnen Lizenzen werden im Folgenden kurz vorgestellt und es sei darauf hingewiesen, dass durchaus auch mehrere Lizenzen gleichzeitig benutzt werden können.
UVM-Lizenz (unveränderte Inhalte)
Werke, die nach dieser Lizenz genutzt werden können, dürfen vervielfältigt, verbreitet und zum Download bereitgehalten werden. Eine Veränderung ist nicht gestattet, deshalb handelt es sich bei entsprechend lizenzierten Werken nicht um Open Content im engeren Sinne. Die Benutzung der Lizenz stellt sicher, dass die Urheber und Rechtsinhaber bei einer Nutzung des Werkes stets genannt werden. Die Lizenznehmer werden zudem verpflichtet, stets eine Kopie der Lizenz mitzuliefern, damit auch Dritte von den rechtlichen Möglichkeiten erfahren. Die Lizenz ist juristisch geprüft und bietet gerade für die Verbreitung im deutschsprachigen Raum ein Höchstmaß an Rechtssicherheit. Soweit die Inhalte also nicht für eine internationale Verbreitung gedacht sind (z. B. deutschsprachige Texte oder Präsentationen), ist diese Lizenz die sicherste.
Zusammenfassung: Die Lizenz für die Verbreitung deutschsprachiger Inhalte ohne Veränderung.
Download der Lizenz: UVM-Lizenz (unveränderbar)
Creative Commons Licence
Eine weitere Lizenzfamilie, die die Nutzung der nach ihr lizenzierten Inhalte gestattet, ist die Creative Commons-Lizenzfamilie. Eine Lizenz nach diesem Modell kann individuell nach verschiedenen Kriterien gestaltet werden. Wir akzeptieren alle Lizenzoptionen außer der Non-Commercial-Option, da wir u. a. die Tagungsunterlagen von einem Partnerunternehmen vertreiben lassen. Die jeweils gewünschte Lizenzoption sollte im Beitrag vermerkt werden.
Download der Lizenz: Creative Commons Licences
UVM-Lizenz (Freie Inhalte)
Hierbei handelt es sich um eine freie Lizenz, die aus Inhalten echten Open Content macht. Texte, Datenbanken, Computerprogramme und andere Werke können nach dieser Lizenz durch jedermann und umfassend genutzt werden. Gestattet ist die Vervielfältigung, Verbreitung und Veränderung des Werks. Die Lizenz beinhaltet eine "Copyleft"-Klausel: Wer veränderte Versionen des Werks erstellt, muss diese nach den Bestimmungen der Lizenz als Open Content frei geben. Für die Inhaber der Rechte am ursprünglichen Werk hat dies den Vorteil, dass eine Art Tauschzirkel mit anderen Personen oder Einrichtungen entstehen kann, ohne dass es einer organisatorischen Verbindung bedarf.
Zusammenfassung: Die Lizenz für die Verbreitung deutschsprachiger Inhalte als echter Open Content.
Download der Lizenz: UVM-Lizenz (Freie Inhalte)
GNU Free Documentation Licence (International)
Die GNU FDL ist eine Copyleft-Lizenz, d. h. auch hier sind Veränderungen der Werke zulässig. Die GNU FDL hat dabei allerdings die Besonderheit, dass unter bestimmten Voraussetzungen "Invariant Sections" definiert werden können, die nicht verändert werden dürfen. Daher ist hier stets eine bestimmte begleitende Dokumentation beizufügen, die unter anderem Informationen über diesem Punkt enthält. Die besonderen Stärken der GNU FDL liegen - wie auch deren Präambel hervorhebt - im Bereich der Softwaredokumentation oder der Erstellung von Instruktions- oder Referenzdokumenten. Hierfür enthält sie geeignete Regelungen, in welchem Umfang der Autor der Vorversion zu nennen ist usw. Für geisteswissenschaftliche und politische Dokumente eignet sie sich nur beschränkt, da sie nur einen geringen Schutz vor Eingriffen in das Interesse an der unverfälschten Wiedergabe von subjektiven Ansichten bereit hält.
Zusammenfassung: Eine Lizenz, die sich für die internationale Verwendung sehr gut eignet, deren Stärken aber vor allem im Bereich Dokumentation und technisch-naturwissenschaftliche Texte und Präsentationen liegen.
Download der Lizenz: GNU Free Documentation Licence (International)
GNU General Public Licence
Die GNU GPL ist eine Software-Lizenz, die auf besondere Aspekte des Softwarevertriebs und der Softwareentwicklung eingeht. Für Dokumente ist sie nur beschränkt geeignet, da sich hier teilweise andere Fragen stellen. Es handelt sich aber um eine Copyleft-Lizenz, und viele Kongressteilnehmer in den vergangenen Jahren wünschten eine Freigabe ihrer Dokumente unter der GNU GPL. Daher soll auch hier die Möglichkeit eröffnet werden. Dennoch: Prüfen Sie bitte in ihrem eigenen Interesse, ob nicht eine andere Lizenz den Vertrieb ihrer Inhalte in geeigneterer Weise fördern kann.
Zusammenfassung: Für Software die klassische Lizenz, für Content weniger geeignet.
Download der Lizenz: GPL
Rechtsfragen
Wir danken dem Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS) und insbesondere Dr. Carsten Schulz und Dr. Axel Metzger für die Beratung bei der Auswahl der Lizenzen.
