Themenschwerpunkte
Der LinuxTag lebt nicht zuletzt von der Beteiligung aller, die ein interessantes Thema vorzustellen haben. Um Aktualität, Vielfältigkeit und Innovation zu fördern, ist jeder Vorschlag willkommen. Arbeiten Sie an einem neuartigen Projekt? Haben Sie Erfahrung im Vermitteln von Kenntnissen zum Einsatz freier Software? Bitte reichen Sie Ihren Vortragsvorschlag zur Freien Konferenz und zum Practical Linux Forum ein. Im Folgenden wird beschrieben, was dabei zu beachten ist.
Der LinuxTag hat naturgemäß einen Fokus auf Technik von Freier Software und Linux, jedoch können auch Beiträge zu nicht-technischen Themen (z. B. gesellschaftlichen oder politischen Positionen), anderen Betriebssystemen (z. B. BSD-Derivate oder Unices) oder Open-Source-Projekten über Linux hinaus eingereicht werden. Dabei sind kontroverse Standpunkte durchaus erwünscht, sofern sie in geeigneter Weise artikuliert werden und von Interesse für die Besucher des LinuxTag sind.
Erfahrungsgemäß wird ein breites Spektrum an Vorschlägen zum LinuxTag eingereicht. Das Programmkomitee behält sich daher vor, bestimmte Schwerpunkte zu setzen und andere Themenbereiche auf folgende Veranstaltungen zu verschieben. Für den LinuxTag 2006 sind bereits folgende Schwerpunktbereiche geplant:
- Von Virtualisierung und Clustern: Wohin führt der Weg der ständig wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung? Werden wir immer leistungsfähigere Computer benutzen, die durch feine Aufteilung immer mehr Aufgaben übernehmen, geht der Trend zu parallelisierenden und verteilten Grids und Clustern --- oder kann man gar beide Ansätze miteinander kombinieren?
- Software, Freiheit und Wissen: Welche Rolle spielen Lizenzen Freier Software, GPL3, Lizenzproliferation, Intellectual Property, die Wissensgesellschaft und Patente auf Ideen in der Welt von morgen?
- Im Web der Informationen: Die Technologien zur Wissensverwaltung überschlagen sich. Daten werden in Content-Management-Systemen verwaltet, mit Blogs und Wikis sind völlig neue Formen der Informationserzeugung entstanden: Doch welche Werkzeuge sind nötig, damit aus Daten auch Informationen werden und beim Empfänger ankommen?
Gesuchte Themen
Der LinuxTag ist offen für jede Art von Themenvorschlägen. Im Rahmen des Freien Vortragsprogrammes und des Practical Linux Forums werden Beiträge gesucht. Zu den Themen von Interesse gehören unter anderem:
- Webbasierte Anwendungen (Applikationsserver, Application Frameworks, Skriptsprachen, Webservices)
- Security (SELinux, Trusted Computing, Intrusion Prevention)
- Storage (SAN, iSCSI, RAID, Volume Management)
- Virtualisierung (VServer, UML, qemu, FAU)
- Messaging (Anti-Spam, Instant Messaging)
- Kollaborationssysteme (Information Collaboration, Wikis, Groupware, Wikipedia)
- Content-Management-Systeme
- Softwareentwicklung (Entwicklungsumgebungen, XML-Technologien, Java, PHP)
- Netzwerke (IPv6, Loadbalancing)
- Telefonie (VoIP, CTI)
- Mobile Computing (Wireless LAN, Bluetooth)
- Embedded (Real-Time-Computing, Wearable Computer, PDA)
- Administration und Systemplanung (Systemüberwachung, Automatische Installation, Softwareverteilung, ITSM)
- Kernel (Device Treiber)
- Multimedia (Grafikanwendungen, Sound und Musik)
- Video (Videoschnitt, Streaming, Videoconferencing)
- Office-Solutions (Samba, Printing, Authentication)
- Desktop Publishing
- Migration (Migrationsberichte, Strategien zur Systemkonsolidierung)
- Navigation (GPS, GIS)
- Systembetrieb (LDAP, Verzeichnisdienste)
- Data-Storage und -Management (Replikation, Datenbankclustering)
- Hochverfügbarkeit (Cluster, GRIDs)
- Juristische Fragestellungen (Patentrecht, Lizensierung, Urheberrecht, DRM)
- Gesellschaftliche Aspekte Freier Software (Selbstorganisierende Communities, Organisation Freier Projekte)
- Nutzbarkeit (Ergonomie, Usability, Accessibility, Lokalisierung)
- Distributionen
- Spiele
- Erweiterungen des Linux-Kernels, zukünftige Entwicklungspläne
Vorschläge zu anderen Teilveranstaltungen werden gerne entgegengenommen. Der LinuxTag e. V. weist jedoch darauf hin, dass zu bestimmten Veranstaltungen eingeladen wird (Business-Kongress, Tutorien) bzw. diese kostenpflichtig sind (Firmenvortragsprogramm).
Für jeden Beitrag stehen normalerweise 60 Minuten inklusive Fragen und Umbau für den Folgevortrag zur Verfügung. Andere Zeitformate stehen nur nach expliziter Absprache mit dem Programmkomitee zur Verfügung.
