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Practical Linux Forum (Do, 04.05.2006)

Samba 3.0 and beyond

von Volker Lendecke (SerNet / Samba Team)

Donnerstag, 04.05.2006, Saal 11A, 15:00-16:00 Uhr

Wie bereits in vielen Vorträgen und Artikeln beschrieben wurde, ist das Samba-Projekt momentan in 2 Teilprojekte aufgeteilt. Samba 3 ist der Code, den das Samba Team als stabil publiziert. Samba 4 ist ein Forschungsprojekt, das in der Zukunft Samba 3 ablösen soll und einen vollen Active Directory Domain Controller beinhalten wird.

Der aktuelle Vortrag wird eine Übersicht über den Stand von Samba 3 und Samba 4 beinhalten.

In den letzten Monaten hat die Entwicklung von Samba 3 wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Zahl der grundlegenden Änderungen, die wir im Moment auf Integration warten, wird länger und länger. Gerade in den letzten Wochen sind einige neue Features in Samba 3 aufgenommen worden, die riskanter sind als reine Bugfixes. Daher haben wir uns entschlossen, doch eine Version Samba 3.2 herauszubringen.

Ein Auszug aus den Features in Samba 3, die teilweise bereits integriert sind:

* Remote Performance Monitor: Samba 3.0.21 enthält einen Dämon, mit dem auf dem Samba-Server Performancedaten gesammelt werden können. Diese können mit dem Werkzeug perfmon.exe von Windows aus ausgelesen werden. Durch die Windows-Kompatibilität öffnet sich ein Samba-Server hiermit einer neuen Klasse von Management-Tools.

* Remote Service Management: Windows kann Remote Dienste starten und stoppen. Samba 3.0.21 kann über dieses Interface Unix-Dämonen steuern.

* Gleiches gilt für den syslogd: Ein Export über die entsprechende Windows-Schnittstelle ist möglich.

* Winbind bekommt einen Offline-Modus für Linux Workstations: Ein Benutzer, der sich im Firmennetz an seiner Workstation angemeldet hat, möchte seinen Laptop normal auch zuhause benutzen. Ohne dass die Windows-Domäne verfügbar ist, wird winbind in der Lage sein, den Benutzer mit gecachten Credentials zu authentifizieren.

* Winbind wird in der Lage sein, anstelle des Users dafür zu sorgen, dass Renewable Kerberos Tickets automatisch erneuert werden. Optional wird winbind das tun, was Windows-Workstations ebenfalls tun: Abgelaufene Tickets werden anhand des gecachten Passworts erneuer.

* Das Mapping zwischen Unix-IDs und Windows-SIDs ist komplett umgeschrieben worden. Dies ist notwendig, um viele Probleme mit lokalen, verschachtelten Gruppen zu lösen.

* "Normale" Benutzer werden in der Lage sein, Freigaben von ihrer Workstation zu machen, ohne dass sie root-Rechte benötigen.

Der Vortrag wird ebenfalls einen aktuellen Stand von Samba 4 beinhalten. Da Samba 4 deutlich mehr im Fluss ist, kann ich nicht wirklich sagen, was ich im Detail werde erzählen können. Ziel der Samba4-Entwickler ist es, bis Ende Januar eine Technology Preview freizugeben. Wenn das klappt, wird es eine Demonstration des AD-Domänencontrollers geben.

Über den Autor Volker Lendecke:

I've been member of the Samba Team since the mid-1990s. In 1997, I graduated in maths in Göttingen and co-founded the SerNet Service Network GmbH. Since that time I've been doing all sorts of stuff around Samba, including Training, Consulting, Development, Conference Talks and so on.