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Freies Vortragsprogramm (Sa, 06.05.2006)

Die Relevanz F. Nietzsches für die Open-Source-Bewegung

von Dr. Miriam Ommeln (Universität Karlsruhe)

Samstag, 06.05.2006, Saal 6.1, 10:00-11:00 Uhr

Unorganisiert und Userübergreifend, quasi im Untergrund, hat sich der Philosoph Friedrich Nietzsche als der angesagteste Cyberphilosoph etabliert. Doch warum ist das so? Ist sein Status gerechtfertigt? Untersucht werden gesellschaftspolitische sowie IT-relevante erkenntnistheoretische und praktische Gesichtspunkte.

Es zeigt sich, dass Nietzsche als technikphilosophischer Denker in allen IT-Bereichen wichtige Aussagen und Voraussagen mit einbringen kann.

Seine Philosophie ist direkt mit den Gedanken Eric Raymond's sowie der Open-Source Kultur verknüpft.

Mit dem VR-Pionier Jaron Lanier teilt Nietzsche in allen wesentlichen Punkten die Position.

Nietzsches berühmt-berüchtigte Gedanken des "Übermenschen" und des "Willen zur Macht" laufen jedoch nicht mit den Ansätzen des KI-Pioniers Marvin Minsky oder irgendeines Cyborg-Konzepts konform, sondern sind eher einem individualistischem Menschenbild verpflichtet.

Über den Autor Dr. Miriam Ommeln:

PD Dr. Miriam Ommeln hat ein Doppelstudium als Physikerin und als Philosophin. Berufstätigkeiten u.a. in der Forschung (Theo. Festkörperphysik), in der IT-Branche und in der Forschungspolitik. Zur Zeit in der Lehre an der Universität Karlsruhe.
Technikphilosophische Habilitation und Arbeiten u.a. über die Technologien der Virtuellen Realität und der Künstlichen Intelligenz.
Vielfältige Vortragserfahrung im In- und Ausland.

Miriam Ommeln gehört zum Wissenschaftlichen Beirat des Nietzsche-Forum München e.V.

Neu erschienen: �Die Technologie der Virtuellen Realität. Technikphilosophisch nachgedacht.� Peter Lang Verlag, 2005

Kontakt: Miriam.Ommeln(at)philosophie.uni-karlsruhe.de