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Netzwerküberwachung mit Open Source Tools

Durch die wachsende Abhängigkeit unseres täglichen Lebens von einer funktionierenden IT-Landschaft und die gleichzeitig rapide zunehmende Komplexität der notwendigen Infrastrukturen, gewinnen die Themen Netzwerkmanagement und Netzwerküberwachung stetig an Bedeutung. In den letzten Jahren haben insbesondere Diskussionen über die Sicherheit und Verfügbarkeit von Netzwerken zugenommen. Zur Netzwerküberwachung existiert eine Reihe von komplexen und oft sehr teuren kommerziellen Werkzeugen. Dieser Workshop zeigt nun, wie man eine analoge Funktionalität mit spezialisierten, freien und quelloffenen Programmen erreichen kann.

Im Laufe des Workshops wird der Aufbau eines Linux-Überwachungsservers für ein heterogenes Beispielnetzwerk mit exemplarischen Diensten gezeigt und diskutiert werden. Auch die notwendigen rechtlichen und organisatorischen Aspekte werden aufgezeigt und berücksichtigt.

Themen im Detail

Organisatorische Fragen: Welche Möglichkeiten der Netzwerküberwachung habe ich und was bringen sie mir konkret (Business Planing / Business Continuity / TCO)?
Das Beipielnetzwerk: Für das im Folgenden aufzubauende Überwachungssystem wird ein exemplarisches Beispielnetzwerk benötigt, welches hier in aller Kürze vorgestellt werden soll.
SNMP: Das "Simple Network Management Protocol" (SNMP) ist ein wichtiger Baustein der Netzwerküberwachung. Viele Administratoren haben jedoch erfahrungsgemäß Berührungsängste mit diesem Protokoll. Diese Einführung wird Theorie und Grundlagen von SNMP - auch anhand einfacher, praktischer Beispiele - zeigen.
Qualitative Überwachung: Eine wichtige Säule der Netzwerküberwachung ist das qualitative Monitoring angebotener Dienste und Ressourcen. Dafür eignet sich hervorragend das von Tobias Oetiker entwickelte MRTG (Multi Router Traffic Grapher) und mit ihm verwandte Werkzeuge. MRTG stellt neben der aktuellen Auslastung von Netzwerkressourcen auch Tendenzen über mehrere Wochen oder Monate dar und macht es dadurch zu einem fast unverzichtbaren Werkzeug bei Investitionsplanungen. Weithin bekannt sind die Graphen des MRTG in Bezug auf Netzwerkdurchsatz. Da es auf SNMP basiert, lassen sich mit ein paar manuellen Eingriffen in die Konfiguration auch alle anderen mittels SNMP abfragbaren Werte analysieren und darstellen, wie zum Beispiel Festplatten- und CPU-Auslastung.
Verfügbarkeitsüberwachung: Im nächsten Schritt wird Nagios als freies Tool zur Überwachung der Verfügbarkeit von Netzkomponenten und Diensten vorgestellt. Eine typische Konfiguration wird basierend auf dem Beipielnetzwerk erstellt und diskutiert. Netzwerkausfälle werden simuliert und die Benachrichtigungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Proaktive Überwachung, Auswerten von Logdateien: Welche Möglichkeiten hat der kenntnisreiche Administrator, sein Netzwerk zu überwachen, ohne auf speziell dazu entwickelte Werkzeuge zurückzugreifen? Welche Möglichkeiten hat er, im Störungsfall schnell die Ursache einzugrenzen? Wie kann er proaktiv tätig werden?
Fehlersuche in Netzwerken mit Ethereal: Hier wird auf das Sniffen in geswitchten Netzwerken mittels des mächtigen Werkzeugs Ethereal eingegangen. Neben sinnvollen Angaben im Capture-Dialog werden die komplexen Filtermöglichkeiten von Ethereal diskutiert und in Übungen ausprobiert. Zur Vertiefung des Themas werden für die Teilnehmer verschiedene Trace-Files zur Verfügung gestellt, die sie selber analysieren können.
Sicherheits-Monitoring: Es werden die freien Werkzeuge Nessus, Snort und Arpwatch als Hilfsmittel zur Durchsetzung und Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien eines Unternehmens vorgestellt.

Referenten

Wilhelm Dolle, CISA, CISSP, hat in Bochum studiert und anschließend vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg gearbeitet. Seit 1999 ist er für die  interActive Systems GmbH (iAS) tätig und dort in der Geschäftsleitung für den Bereich Information Technology und IT Security zuständig.

Thomas Fritzinger ist ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration. Seit 2002 ist er ebenfalls für iAS tätig und leitet dort die Abteilung für Networking Development.

Jens Link ist seit Jahren als Netzwerk-/Sysadmin tätig. In dieser Zeit musste er sich immer wieder mit den verschiedensten Netzwerkproblemen (auf allen zehn Ebenen des OSI-Modells) auseinandersetzen.

Christoph Wegener ist promovierter Physiker und Leiter des Bereichs Business Development bei der  gits AG; außerdem ist er seit vielen Jahren freier Berater in den Bereichen Linux und IT-Sicherheit.

 

Anmeldung

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig, die  online geschen kann (SSL-gesicherte Verbindung zu einem externen Server, alternativ auch  ohne SSL).

Informationsbroschüre als PDF.

Tutorien im Überblick

Preise

Die Tutorien kosten:
halbtags: 348 €
ganztags: 580 €
zweitägige: 1044 €

Die Teilnahme an jedem weiteren Tutorium ist um 116 Euro ermäßigt.

Alle Preise incl. 16% MwSt.

Organisation

Die Tutorien werden von der Open Services GmbH, der Dienstleistungstocher der  GUUG, im Auftrag des LinuxTag e.V. durchgeführt.



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