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Linuxmigration der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalzvon Jörg Steffens (dass IT GmbH), Ralf Dobberschuetz (CONET AG), Klaus Thönnißen (Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz) Mittwoch, 22.06.2005, UG2: Mombert, 16:30-17:30 Uhr Beteiligt sind ca. 21 Dienststellen und ca. 1700 Personen. Der Einsatz der neuen Systeme soll 2005 pilotiert und anschließend schrittweise auf die 20 Vermessungs- und Katasterämter und die Behörden des Auftraggebers ausgedehnt werden. Derzeit wird auf den Clientsystemen flächendeckend das Betriebssystem Windows NT Workstation betrieben. Serverseitig werden HP-UX und zunehmend Linux eingesetzt. Die weitgehende Neueinrichtung der landesweit vorhandenen IT-Komponenten muss bedingt durch die Einführung des Fachverfahrens ALKIS (Amtliches Liegenschaftskataster Informationssystem) 2005 erfolgen. Ziel der Migration ist die Ablösung der Windows Arbeitsplätze und die Übernahme der IT-Infrastrukturaufgaben durch Linux. Wesentlicher Bestandteil bildet die Etablierung eines zentralen Verzeichnisdienstes auf Basis von OpenLDAP. Hierüber werden Benutzer, Gruppen, Berechtigungen und Daten zur IT-Infrastruktur (Client, Server, Drucker) verwaltet. Weiterhin bildet dieses das Rückgrat des SmartClient Softwaremanagement Systems für die Linux Arbeitsplatzsysteme. Diese basieren auf KDE, OpenOffice und den entsprechenen Fachanwendungen. Einstellungen werden über LDAP, KDE Profilen und KDE Kiosk vorgenommen. Das Softwaremanagement der Server ist mit Hilfe von AutoYaST und YOU Proxies implementiert. Die Administration erfolgt rollenbasiert und wird über Webmin realisiert. Dieses wurde den Anforderungen des LVermGeo entsprechend erweitert. Zur Systemüberwachung wird Nagios eingesetzt. Die größten Herausforderungen wurden im Bereich der Client Fachanwendungen erwartet. Dies hat sich bewahrheitet. Sofern keine nativen Linux Versionen zur Verfügung stehen oder im Rahmen dieser Migration portiert werden, wird der Einsatz unter Wine/Crossover Office betrachtet. Übergangsweise kommen auch die Emulation über das freie QEMU bzw. das kommerzielle VMware sowie die Einsatz von Windows Terminal Servern in Betracht. Für den Bereich des System Managements wird die ursprünglich für die Debeka Versicherung entwickelte Open Source Lösung des SmartClient Frameworks verwendet. Mit dieser Lösung werden bei der Debeka in 230 Lokationen 3000 Linux Arbeitsplätze von 2 Administratoren betreut. Hinzu kommen weitere 1000 über VPN angebundene Linux Systeme. Bei der Stuttgarter Versicherung werden mit Hilfe von SmartClient ca. 900 Systeme betreut. Es ist geplant, dass ein Vortrag von Herrn Thönnißen (Projektverantwortlicher im Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation) und Jörg Steffens (dass IT) bzw. ggf. Ralf Dobberschütz (Conet) gehalten wird. Die Themen sind Rahmenbedingungen und Herangehensweise, technische Umsetzung und das Aufzeigen der grössten Herausforderungen (Fachanwendungen, Wine, Beschränkungen von OpenLDAP, ...) und dem gewählten Lösungsansatz.
Über den Autor Jörg Steffens:
Diplom-Informatiker Jörg Steffens studierte Informatik und Volkswirtschaftslehre in Bonn. Seine Diplomarbeit verfasste er bei der GMD - Forschungszentrum für Informationstechnik zum Thema künstliche Intelligenz und Robotik. Anschließend war er als Entwickler und Projektmanager bei Mountside Software Engineering in den Niederlanden tätig. Von 2000 bis 2003 war er als Linux-Systemberater bei der Suse Linux AG beschäftigt. In dieser Zeit hat Herr Steffens u.a. die Architektur für das SmartClient System entworfen, und war als technischer Projektleiter für die Umsetzung bei der Debeka und der Stuttgarter Versicherung verantwortlich. Heute ist er einer der geschäftsführenden Gesellschafter der dass IT GmbH.
Über den Autor Ralf Dobberschuetz:
Rolf Dobberschütz ist seit März 2004 Senior-Berater und Projektmanager Linux bei der CONET AG in Hennef. Davor war er als Accountmanager für strategisches Partnermanagement, Technical Account Manager ISV, Projektmanager und Berater für die SUSE LINUX AG in Nürnberg tätig.
Über den Autor Klaus Thönnißen:
Klaus Thönnißen studierte Geodäsie an der Universität Bonn. Nach Abschluss der Referendarzeit übernahm er zunächst beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz Aufgaben in der Grundlagenvermessung. Anschließend war er mit der Entwicklung von Fachanwendungen befasst. Seit 1992 ist Herr Thönnißen als Fachbereichsleiter verantwortlich für den IT-Service der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz und damit auch für das Projekt der Linuxmigration.
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