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Freie Software und Linux in der Teilchenphysikvon Levin Jungermann (Universität Karlsruhe), Yves Kemp (Universität Karlsruhe), Thorsten Scheidle (Universität Karlsruhe), Marcel Stanitzki (Yale University) Samstag, 25.06.2005, UG2: Mombert, 13:30-15:00 Uhr 1) Der Nutzen von Linux und Open Source für die Teilchenphysik In der Teilchenphysik wurden seit jeher Unix-artige Betriebsysteme eingesetzt. Die hohen Kosten für die Hardware haben Mitte der neunziger Jahre jedoch besonders im universitärem Bereich zu einer grossen Verbreitung von Linux geführt. Dadurch hat sich die Arbeitsweise der Physiker auch geändert, so hat man heute vom Laptop bis zu einem Grossrechner oder Linux-Cluster das gleiche Betriebsystem. Wenn früher Linux als Betriebsystem für Analye-Rechner eingesetzt wurde, kommt Linux heute vermehrt auch in kritischen Bereichen wie der Datennahme zum Einsatz. Dadurch, dass Linux und viele Tools Open Source sind, wird es möglich, dass Rechner und Rechen-Cluster optimal auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten werden, wie der Linux-Cluster am Institut für Experimentelle Kernphysik zeigt. Der Open-Source-Gedanke ist in der Community der Teilchenphysiker sehr verbreitet. Dies gebietet alleine schon die wissenschaftliche Ethik und die Forderung, dass alle Ergebnisse jederzeit nachvollziehbar sein müssen. Natürlich fördert dieser Gedanke auch die Zusammenarbeit und ermöglicht so auch ein effizienteres Arbeiten. 2) Entwicklungen auf dem Gebiet der Teilchenphysik, die der Linux und Open Source Community zu Gute kommen. Eine sehr grosse Zahl von qualifizierten Nutzern gibt den Entwicklern Feedback. Von Teilchenphysikern benötigte Treiber werden geschrieben und der Community zur Verfügung gestellt. Manche wichtige Softwareprojekte werden von Teilchenphysikern geschrieben und gewartet. Das Problem von Wissensmanagment und Wissenstransfer in einer grossen gleichberechtigten Community kennt die Teilchenphysik schon lange, und hat wichtige, freie Lösungen hervorgebracht. Die wohl wichtigste ist das WWW, von Tim Berners-Lee, einem Physiker am CERN. GRID-Software wird von Teilchenphysikern mitentwickelt. 3) Schwerpunkte des Instituts für Experimentelle Kernphysik in der (Weiter-)Entwicklung von freier Software und Linux Durch Kontakte zu AMD konnten wir kurz nach Einführung der neuen AMD64-Architektur diese testen, und haben einige für die Teichenphysik wichtige Softwarepakete auf diese Architektur portiert. Weiterhin konnten Distributoren erstes Feedback geben. Unser Institut spielt in Deutschland eine führende Rolle im Bereich Grid-Computing. Grid-Software wird entwickelt, getestet, und in einem sehr frühen Stadium eingesetzt. Wir berichten aussdem über den Aufbau und Betrieb eines Linux-Cluster für die Analyse von Daten aus Experimenten der Teilchenphysik. Ein Aspekt wird dabei die Umstellung auf eine neue Distribution, Scientific Linux sein.
Über den Autor Levin Jungermann:
Studium
Über den Autor Yves Kemp:
Yves Kemp is a PhD student at the Institut fuer Experimentelle Kernphysik at the University Karlsruhe. His research topics are experimental high-energy physics. Together with other PhD students, he was involved in building and maintaining a Linux cluster. This Linux cluster is used as a GRID testbed as well as an analysis environment for the Institute. Together with other PhD students, he tested the new AMD64 platform and ported programs needed in High Energy Physics to this new architecture. He reported on his physics results as well on computing subjects at different international workshops and conferences.
Über den Autor Thorsten Scheidle:
Birthday: 1974; School: Abitur 1994
Über den Autor Marcel Stanitzki:
Marcel Stanitzki did his PhD at the Institut fuer Experimentelle Kernphysik at the University Karlsruhe. The topic of his thesis was Higgs Boson Searches with the Delphi Detector at LEP-II. He was also working on building, extending and administrating the Linux cluster at the Institute. He was testing the AMD64 platform for high energy physics and was part of the AMD64 porting team at his former institute. After his PhD he changes topic,experiment and country. He is now a Research Associate at Yale university working on the CDF detector at Fermilab (Chicago,IL). He got more interested in larger Silicon systems and is now Silicon project leader for the CDF Silicon detector, the largest of its kind in the world.
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